Es ist geschafft: Als erstes Land der EU hat die Bundesnetzagentur die Frequenzen für die Ultra-Wide-Band Technologie (kurz UWB) für Deutschland und damit dem deutschen Markt freigegeben. Der Frequenzbereich von UWB liegt bei 30-10,6 GHz.
Dadurch eröffnen sich wie ich schon des öfterern erwähnt habe bahnbrechende Möglichkeiten in der Nutzung von technischen Geräten. Aber vorab ersteinmal ein Ausflug zu UWB.
Die UWB-Technologie ist eine extrem breitbandige Frequenz, mit welcher erreicht werden kann, das über kurze Übertragungswege enorm hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden können. Dies bedeutet auch das die Strahlungsleistung sehr gering gehalten werden kann, was auch ein merklicher Vorteil gegenüber Übertragungstechniken die uns bereits im Alltag dienend zur Verfügung stehen bedeuted. W-Lan und Bluetooth.
UWB-Zulassung: http://www.bundesnetzagentur.de/enid/2.html
Es ist schnell geklärt warum das neue W-USB um Längen Vorteile gegenüber W-Lan und Bluetooth hat.
Bluetooth -> hat im Idealfall eine Sendeleistung vo n gerade mal 2,1Mbit/s
Wireless-LAN -> Ist aufwendig und teuer
W-USB hat innerhalb eines Radius von 3 Metern eine volle Geschwindigkeit des Standarts USB 2.0: 480 Mbit/s. In einer Entfernung von 10 Metern zwischen Sendergerät und Empfangsgerät besteht immernoch eine Geschwindigkeit von 110 Mbit/s. Somit sollte es in der Zukunft auch mit zwischenstationen die als Sendeverstärker dient eine kabellose Vernetzung in Gebäuden nichts im Wege stehen.
Mit W-USB hat der oft gesehene Kabelsalat ein Ende, und der entstehende Komfort ist nicht zu übersehen. Auch ein gewerblich-indistrueller Einsatz ist denkbar. Die Frequenzen können für Datenübertragungen in der Medizin, Überwachungstechnik oder auch Messtechnik etc. angewandt werden. Das war bislang wegen einer zu niedrigen Bandbreite nicht möglich.
Wir sehen also, mit W-USB wird in der Übertragungstechnik totales Neuland betreten. Klar das hier komplexe Frequenzbestimmungen auftauchen und nur moderste Techniken den Einsatz von UWB genießen werden können um auch den einen gewissen Schutz anderer Funkdienste zu gewährleisten. Die Auswirkungen der UWB- Nutzung sowie Entwicklung wird intensiv beobachtet und Analysiert, um eventuelle technische Fatoren anpassen und modifizieren zu können.
Wie genau funktioniert W-USB?
Die eigentlich Handhabung von W-USB ist denkbar einfach und komfortabel. Bereits bestehende USB-Geräte sollen beispielsweise mit W-USB-Adaptern nachgerüstet ohne extra Treiberinstallationen voll W-USB fähig sein. Es wird also ein WirelessUSB-Router benötigt der am heimischen PC angeschlossen W-USB Daten sendet und empfängt. Bis es dann soweit ist und die erste brauchbare Peripherie bereits mit W-USB ausgestattet ist können Geräte welche mit W-USB-Adaptern ausgestattet sind automatisch mit dem W-USB-Router kommunizieren, ohne das hier extra Software von nöten sein wird.
Wenn es nach Herstellern wie Intel, Sony oder Phillips geht soll der neue Standart auch schon bald Einzug im Wohnzimmer erhalten und hier z. B. den Kabelsalat zwischen DVD-Recorder und TV oder Digital-Receiver auflösen. USB 2.0 selbst ist dazu schon in der Lage, und ich sprach im Artikel „MonitorLink via USB - ASUS VW223B auf der CeBIT 2008“ schon an was sich durch den Einsatz von W-USB alles ermöglichen lässt.
In den kommenden Tagen werde ich weiter über WirelessUSB sowie die ersten W-USB-Geräte berichten und euch auf dem neusten Stand der Dinge halten.
Marc.
Tags: Bluetooth, Bundesnetzagentur, Datenübertragung, Deutschland, Gewerbe, Industrie, Kabelsalat, lan, USB, Wireless, WirelessLAN
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